FOMO Vermeiden
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FOMO, oder Fear of Missing Out (Angst, etwas zu verpassen), tritt häufig auf, wenn andere scheinbar schnell Geld mit einer angesagten Investition verdienen. Dieses Gefühl kann besonders während Hype-Phasen stark sein, wenn Nachrichten und soziale Medien von Geschichten über über Nacht reich gewordene Menschen dominiert werden. Wenn scheinbar jeder über dieselbe Aktie, Kryptowährung oder Anlage spricht, entsteht leicht der Eindruck, eine einmalige Gelegenheit zu verpassen. Emotionales Investieren, das von FOMO getrieben wird, führt jedoch oft dazu, zu überhöhten Preisen zu kaufen – kurz bevor der Hype nachlässt und die Werte fallen.
Das frühzeitige Erkennen von Spekulationsblasen ist entscheidend für den Schutz des eigenen Portfolios. Typische Anzeichen sind:
- Preise steigen deutlich schneller als der zugrunde liegende Wert oder Gewinn;
- Medien und soziale Netzwerke sind voller sensationeller Erfolgsgeschichten;
- Freunde und Bekannte, auch ohne große Investmenterfahrung, geben plötzlich Tipps;
- Das Gefühl, dass „diesmal alles anders ist“ oder dass Fundamentaldaten keine Rolle mehr spielen;
- Schwierigkeiten, den Wert einer Anlage zu erklären, außer mit „alle anderen kaufen es auch“.
Um emotionales Investieren zu vermeiden, sollte immer hinterfragt werden, ob die Entscheidung auf Recherche und dem eigenen Investmentplan basiert – oder nur auf der Angst, etwas zu verpassen. Es empfiehlt sich, die Fundamentaldaten zu analysieren und daran zu denken, dass Geduld und Disziplin beim Investieren langfristig belohnt werden, nicht schnelle Reaktionen auf Hypes.
Berühmte historische Blasen
- Tulpenmanie (1630er Jahre): Niederländische Tulpenzwiebeln stiegen durch Spekulationen rasant im Preis, bevor sie plötzlich einbrachen und Vermögen vernichteten;
- Dotcom-Blase (späte 1990er–2000): Technologiewerte schossen durch den Internet-Hype in die Höhe, obwohl viele Unternehmen kaum oder keine Gewinne erzielten. Die Blase platzte und führte zu massiven Verlusten.
Aufstieg und Fall einer aktuellen Meme-Aktie
Ein aktuelles Beispiel ist eine Meme-Aktie. Ein kleines Unternehmen mit schwachem Geschäftsmodell geriet plötzlich in den Fokus von Social-Media-Foren. Mit wachsender Begeisterung kauften Millionen neuer Anleger Aktien, wodurch der Kurs weit über das hinaus stieg, was durch Gewinne oder Vermögenswerte des Unternehmens gerechtfertigt gewesen wäre. Schließlich ließ der Hype nach und der Kurs brach stark ein – viele Späteinsteiger erlitten erhebliche Verluste. Dieses Muster tritt häufig auf, wenn FOMO und Hype statt sorgfältiger Analyse die Investitionsentscheidungen bestimmen.
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