Das Risiko-Rendite-Verhältnis
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Es gibt kein kostenloses Mittagessen beim Investieren. Jede zusätzliche Einheit an Rendite erfordert die Akzeptanz einer zusätzlichen Einheit an Risiko. Diese Beziehung wird als Risiko-Rendite-Abwägung bezeichnet – und sie ist eines der grundlegendsten Prinzipien der Finanzwelt.
Die Logik dahinter ist einfach: Wenn eine renditestarke Anlage kein zusätzliches Risiko bergen würde, würden alle rationalen Investoren darin investieren. Diese Nachfrage würde den Preis so weit in die Höhe treiben, bis die Überrendite verschwunden ist. Märkte sind wettbewerbsorientiert – kostenlose Renditen werden schnell durch Arbitrage beseitigt.
Wer in dieser Tabelle nach unten geht, akzeptiert mehr Volatilität im Austausch für höhere erwartete Renditen.
Wo Sie sich auf der Kurve befinden
Das Risiko-Rendite-Verhältnis ist kein einzelner Punkt – es ist eine Kurve. Jeder Anleger wählt seine Position darauf basierend auf seinen Zielen, dem Anlagehorizont und der Fähigkeit, Verluste zu verkraften.
Zu wenig Risiko zu wählen bedeutet, dass Ihre Renditen möglicherweise die Inflation nicht übersteigen. Zu viel Risiko zu wählen bedeutet, dass Sie in einem Abschwung möglicherweise in Panik verkaufen und Verluste realisieren. Die richtige Position ist nicht die mit der höchsten verfügbaren Rendite – sondern die mit der höchsten Rendite, die Sie auch in einem schlechten Jahr durchhalten können, ohne Ihre Strategie aufzugeben.
- Zu konservativ: reale Renditen werden im Laufe der Zeit durch Inflation aufgezehrt;
- Zu aggressiv: Verhaltensrisiko tritt in Abschwüngen auf – Sie verkaufen zum schlechtesten Zeitpunkt;
- Das Ziel: den Punkt finden, an dem die erwartete Rendite die Volatilität rechtfertigt, die Sie tatsächlich aushalten können.
Das Prinzip, dass höhere potenzielle Renditen die Akzeptanz eines höheren Risikos erfordern. In effizienten Märkten existieren Überrenditen oberhalb des risikofreien Zinssatzes nur als Ausgleich für die Übernahme messbaren Risikos.
Das Risiko-Rendite-Verhältnis beschreibt erwartete Ergebnisse über einen langen Zeitraum – keine Garantien. Ein risikoreiches Asset kann ein risikoarmes über Jahre hinweg unterperformen. Der Zusammenhang gilt statistisch über viele Zeiträume hinweg, nicht in einem einzelnen Jahr.
1. Ein Anleger findet eine Anlage, die eine erwartete Rendite von 15 % bei gleichem Risiko wie eine Staatsanleihe bietet. Zu welchem Schluss sollte ein rationaler Anleger kommen?
2. Ein Anleger verschiebt sein Portfolio von 80 % Aktien / 20 % Anleihen auf 30 % Aktien / 70 % Anleihen. Was ist das wahrscheinlichste Ergebnis dieser Änderung?
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