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Lernen Marktzyklen | Investing Foundations
Investieren 101

Marktzyklen

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Märkte bewegen sich nicht in geraden Linien. Sie verlaufen in sich wiederholenden Mustern von Expansion und Kontraktion – angetrieben durch wirtschaftliche Fundamentaldaten, Anlegerpsychologie und das Zusammenspiel beider Faktoren. Diese Muster werden als Marktzyklen bezeichnet.

Ein vollständiger Marktzyklus umfasst vier Phasen:

Der Zyklus wiederholt sich dann. Das Schwierige daran: Niemand läutet am Hoch- oder Tiefpunkt eine Glocke. Erst im Nachhinein weiß man, in welcher Phase des Zyklus man sich befand.

Warum Zyklen für Ihr Portfolio wichtig sind

Das Verständnis von Marktzyklen bedeutet nicht, sie zu timen – sondern, nicht von ihnen überrascht zu werden. Jede Phase weist vorhersehbare Merkmale auf, die das Verhalten verschiedener Anlageklassen beeinflussen.

Während Kontraktionen halten defensive Anlagen – Anleihen, Versorger, Basiskonsumgüter – ihren Wert in der Regel besser als Wachstumsaktien. Während Expansionen gilt das Gegenteil. Dieses Wissen sagt Ihnen nicht, wann Sie umschichten sollten, aber es hilft zu verstehen, warum sich Ihr Portfolio zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedlich verhält.

  • Expansion: Wachstumsaktien und Aktien schneiden besser ab;
  • Hochpunkt: Inflationsanlagen und Rohstoffe erreichen oft gemeinsam mit dem Markt ihren Höhepunkt;
  • Kontraktion: Anleihen, Bargeld und defensive Aktien werden relativ attraktiver;
  • Tiefpunkt: Historisch gesehen der beste Einstiegszeitpunkt für langfristige Aktienpositionen – und psychologisch der schwierigste Moment zum Handeln.
Note
Definition

Ein wiederkehrendes Muster aus Expansion, Hochpunkt, Kontraktion und Tiefpunkt bei Vermögenspreisen und wirtschaftlicher Aktivität. Marktzyklen werden durch eine Kombination aus wirtschaftlichen Fundamentaldaten und Anlegerpsychologie angetrieben, und kein Zyklus gleicht dem anderen in Dauer oder Ausmaß.

Note
Hinweis

Der durchschnittliche vollständige Marktzyklus von Tiefpunkt zu Tiefpunkt dauerte historisch 4–7 Jahre, aber es gibt enorme Schwankungen. Die Expansionsphase von 2009–2020 dauerte über ein Jahrzehnt – die längste der modernen Geschichte. Zyklen sind ein Rahmen zum Verständnis von Verhalten, kein Zeitplan für Entscheidungen.

Note
Mehr erfahren

Howard Marks von Oaktree Capital hat in seinem Buch "Mastering the Market Cycle" (2018) ausführlich über Marktzyklen geschrieben. Sein zentrales Argument: Man kann nicht genau vorhersagen, wo man sich im Zyklus befindet, aber man kann einschätzen, ob die Bedingungen eher einem Hoch oder einem Tief ähneln – und das Risiko entsprechend anpassen.

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1. Ein Anleger stellt fest, dass das BIP-Wachstum nachlässt, die Arbeitslosigkeit steigt und die Aktienkurse seit mehreren Monaten fallen. Welche Phase des Marktzyklus beschreibt dies am wahrscheinlichsten?

2. Historisch gilt das Tief eines Marktzyklus als bester Einstiegszeitpunkt für langfristige Aktienpositionen. Warum nutzen die meisten Anleger diese Gelegenheit nicht?

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Ein Anleger stellt fest, dass das BIP-Wachstum nachlässt, die Arbeitslosigkeit steigt und die Aktienkurse seit mehreren Monaten fallen. Welche Phase des Marktzyklus beschreibt dies am wahrscheinlichsten?

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Historisch gilt das Tief eines Marktzyklus als bester Einstiegszeitpunkt für langfristige Aktienpositionen. Warum nutzen die meisten Anleger diese Gelegenheit nicht?

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